Victoria Falls
Ein netter Versuch, dass man uns heute beim Check-out das Frühstück zweimal verrechnen will. Nachdem wir aber mit der Rezeptionistin über die Grundlagen von Treu und Glauben diskutiert haben, dürfen wir schliesslich unter strengem Verdacht abreisen.
An der Shell-Tankstelle ist das Glück heute auf unserer Seite und wir können unser Gefährt “to the top” füllen. Damit geht es weiter nach Kazungula, wo wir an einer endlosen Lastwagenkolonne vorbeifahren - die wollen alle irgendwann über die Grenze und von den Fahrern wird wohl eine endlose Geduld abverlangt.

Grenzübertritt Sambia
Die Ausreiseformalitäten sind schnell erledigt und wir wiegen uns schon in Sicherheit, 50% des Grenzübertritts geschafft zu haben. Leider stellt sich dies als fataler Irrtum heraus, denn da ist noch die Fähre, die Einreiseformalitäten und der geschäftstüchtige Moses mit der Krawatte.
Auf die Fähre schaffen wir es irgendwann und kaum am anderen Ufer angekommen, möchte uns Moses mit der Krawatte "helfen" die Grenzformalitäten zu erledigen. Unnötig, das schaffen wir auch alleine und wimmeln ihn mehrmals ab. 20 Dollar sind wir allerdings schon los für die Fähre, andere Währungen werden nicht akzeptiert und damit schrumpft unser Fremdwährungscash schon an dieser Stelle. Dann ist das Visum je 50 Dollar, auch dieses bezahlen wir brav. Dann sind weitere 20 Dollar für das Fahrzeug fällig. Wir wiegen uns schon in Sicherheit, während uns Moses wieder auf die Pelle rückt und uns immer noch "helfen" will. Wir lehnen ab und machen ihm klar, dass wir jetzt weiterfahren. Er fragt uns, was denn mit der CO2-Abgabe und der Versicherung sei und den reflektierenden Kleberchen - interessiert uns nicht, wir fahren jetzt Richtung Barriere und wollen keine Zeit verlieren. Und spätestens jetzt erfährt man, was Vettern-Wirtschaft bedeutet. Moses informiert den Grenzposten, dass jetzt bald ein weisses Fahrzeug mit Dachzelt anrollt und man einfach mal nach der Quittung der CO2 Abgabe fragen soll.
Also gut, wir haben dieses Formular nicht und versuchen mit dem Mann an der Barriere zu verhandeln, dass ihn dies ja gar nicht interessieren müsse, aber der weigert sich, auch nach dem Zeigen von min. 8 Formularen uns die Weiterfahrt zu gestatten. Also fahren wir nochmals zurück und machen uns auf die Jagd der fehlenden Dokumente. Das Problem? Wir haben keine Kwachas, nur Dollars oder Pulas. Die CO2 Abgabe kann allerdings nicht in Dollar bezahlt werden. Somit müssen wir eine dubiose Gruppe um Wechselgeld fragen und handeln den Wechselkurs aus. Wir handeln soweit, bis diese wütend werden und können nun wenigstens einige Dollars zu einem vernünftigen Wechselkurs in Kwachas wechseln. Damit können wir uns nun endlich die reflektierenden Kleberchen, die CO2 Abgabe und Strassengebühr bezahlen. An der Barriere begegnen wir abermals Moses, der uns schon wieder auflauert und immer noch das grosse Geschäft wittert. Triumpierend zeigen wir aber alle notwendigen Formulare und siehe da - die Barriere öffnet sich und wir winken Moses zum Abschied!
Formalismus und Bürokratie
Dies sind die notwendigen Papiere, sonst geht an der Grenze erst mal gar nichts!


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