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Okavango Delta

Maun – Okavango Delta

Bevor wir ins Okavango Delta fliegen, gönnen wir uns einen Tag in Maun im Rileys, welches eigentlich ein gewöhnliches Hotel ist. Etwas ungewöhnlich ist, dass wir beim Frühstück von Militärsoldaten mit Maschinengewehr im Anschlag gut bewacht werden. Für uns ist das ganz in Ordnung, so ist die Fotoausrüstung wenigstens sicher. Wenig später erkennen wir dann aber den eigentlichen Grund für das Aufgebot. Es trifft eine ca. 50-köpfige Delegation mit Presse ein und der eine Mann kommt uns dann auch ziemlich bekannt vor. Da wir unsere Vermutung kaum glauben können, fragen wir sicherheitshalber beim Personal nach und wir erhalten die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um den botswanischen Präsidenten Ian Khama handelt. Was für eine Ehre; wer kann denn schon von sich behaupten, einmal zusammen mit einem Staatsoberhaupt gefrühstückt zu haben? 😉

Am Mittag ist dann die Sitzung beendet und auf dem Parkplatz winkt uns der Präsident vom Auto aus zu – ein wahrhaft sympatischer Mann. Kein Wunder, dass die Botswaner ihren Präsidenten lieben.

Etwas später geht es dann endlich auf den Flughafen Maun, wo wir unsere handgeschriebenen “Flugtickets” erhalten. Für den Transport der Fotoausrüstung will niemand die Verantwortung übernehmen, was im Klartext heisst: “Das ganze Zeugs musst Du selber schleppen!”. Irgendwie schaffen wir es dann auch in die Abflughalle, es gibt aber weder eine Anzeige, noch Durchsagen und uns scheint, die Fluggäste werden nach dem Zufallsprinzip auf irgendwelche Kleinflugzeuge verteilt. Als sich die Abflughalle zu leeren beginnt, suchen wir uns dann auch ein Fahrzeug und aus einem uns nicht bekannten Grund, landen wir sogar im richtigen Flugzeug ins Okavango Delta! Aber das ist Afrika, es funktioniert alles – nur ein bisschen anders halt…

Blick auf Maun

Okavango Delta

Okavango Delta – Duba Plains

Duba Plains liegt sehr abgelegen im nördlichen Teil des Okavango Deltas und ist in der Regel nur per Flugzeug zu erreichen. Das private Wildschutzgebiet ist bekannt für die riesigen Büffelherden und hohe Konzentration an Löwen, wobei man mit etwas Glück die Jagd sogar während dem Tag “live” miterleben kann. Bei unserem Aufenthalt hatte das Okavango Delta aufgrund der vorangegangenen starken Regenfälle ausserordentlich viel Wasser und einige benachbarte Airstrips waren komplett unter Wasser. Dies führte zu etwas höheren Flugbewegungen als üblich, so diente Duba Plains quasi als Hub für weitere Camps.

Kudus im Okavango Delta

Waran

Lechwe

Okavango Delta – Löwen

Die Löwen von Duba Plains sind bekannt dafür, dass sie sich auf die Jagd von Büffeln spezialisiert haben. So durchwandern sie sogar Wasserstellen, um den grossen Büffelherden (ca. 1000 Tiere) zu folgen. Dies ist ein Beweis dafür, dass Katzen nicht immer wasserscheu sind. Wir hatten die einmalige Gelegenheit, die Interaktion zwischen der Büffelherde und dem Löwenrudel hatunah mitzuerleben, insbesondere als die Löwen sogar einen Jagderfolg verzeichnen konnten. Nach dem Riss holten die Löwenmütter innert Kürze ihre Jungen (es waren total sieben vor Ort) und führten sie an den Büffelkadaver. Einzelne Scharmützel wurden durch den Boss persönlich geklärt, nicht zu Unrecht wurde er “Prime Minister” genannt – ein wahrer Prachtskerl, wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist.

Okavango Delta – Lion Cubs

Auch der Nachwuchs war nicht weit und so konnten wir die gesamte Löwenfamilie beobachten.

Gut gebrüllt Löwe

Die jungen Löwen sind immer zu einem Spässchen aufgelegt

Okavango Delta – Africa Wildlife Experience

Duba Plains bietet eine grosse Vielzahl an Wildtieren und es gehören (leider) auch Fliegen und Mücken dazu. Für diese Situation waren wir mit einer Flasche “Simix” aus der Schweiz bestens vorbereitet. Obwohl dieses Mittel kein Freund von Kunststoff ist, es wird ausnahmslos alles angeäzt, hält es wenigstens die Mücken zuverlässig vom Leib. Ein äquivalentes Mittel ist in Botswana käuflich und heisst “Peaceful Sleep”. Unser Co-Guide James klatschte auf der Fahrt jeweils regelmässig gegen seinen Hinterkopf, um die kleinen Biester zu vertreiben, bis ihm der “Chef-Guide” den Peaceful Sleep Spray hinhielt. Der Kopf wurde dann regelrecht eingenebelt (wir übrigens auch) und das Armaturenbrett wurde ebenfalls massiv besprüht. Nachdem James dann abermals gegen die kleinen Biester kämpfte und unentwegt gegen seinen Hinterkopf schlug, vermuteten wir, dass die Fliegen und Mücken inzwischen immun, ja sogar süchtig auf “Peaceful Sleep” waren – wir hatten mit unserem Simix jedenfalls keine Probleme…

Der arme James wird von den Mücken regelrecht attackiert – mit “Peaceful Sleep” erst recht!

Wo war noch das Parkfeld?

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