Ghanzi - Xade: Eintrittstor zum Central Kalahari Game Reserve
Von Ghanzi nach New Xade führt eine Gravel-Road, welche sich in einem sehr guten Zustand befand. Nach dem Abzweiger bei New Xade ging es dann auf eine buckelige und ausgefahrene Sandpiste in Richtung Central Kalahari Game Reserve. Lenken muss man eigentlich nicht, das Fahrzeug sucht sich in der Spur den Weg selber. Nach einer Übernachtung in (old) Xade, verweilten wir zwei Tage nördlich von Xade bei den Piper Pans, bevor es dann weiter zu der Sunday Pan ging. Durchquert haben wir dabei das Deception Valley, welches durch “The cry of the Kalahari” von Mark&Deliah Owen bekannt wurde.
Central Kalahari - Xade
Die Central Kalahari zeigte sich, aufgrund vergangener starken Regenfällen, in einem aussergewöhnlichen Grün. Dies machte sich auch in den vielen Tierbeobachtungen bemerkbar.
Auf dem Stellplatz in Xade werden wir freundlich von zwei Tokos begrüsst, jedoch wird jedes Missgeschick beim Aufstellen des Zeltes mit einem hässlichen Lachen dieser Vögel kommentiert. Ebenfalls ein besonderes Interesse erweckt der Rückspiegel des Autos, schliesslich gibt es für den äusserst eitlen Vogel nicht jeden Tag Gelegenheit, sich für die Dame schön herzurichten - wir finden es einfach unterhaltsam und es wird uns spätestens beim Lagerfeuer bewusst, dass das Abenteuer “Kalahari” nun endgültig begonnen hat.
Central Kalahari - Piper Pan
Die Piper Pan ist ein wirklich einsamer Ort und Natur pur. Wir werden in der Nacht mehrmals durch Löwengebrüll geweckt und auch die Mäuse halten in der Dunkelheit ihr “Kaffee-Kränzchen” ab. Die Distanz zum Löwen ist schwer zu schätzen; je nach Umgebung kann man einen Löwen bis zu 10..15km weit hören, “unser Löwe” war aber definitiv näher. So verzichtet man in der Dunkelheit gerne auch mal auf die Toilette, um nicht unfreiwillig auf dem Speiseplan zu landen.
Tagsüber finden wir zwar einige Spuren, von den Löwen ist jedoch nichts zu sehen.
Die Sache mit dem frischen Brot
Unsere Backversuche für frisches Brot erweisen sich als vollen Erfolg, wir begehen nur einen einzigen fatalen Fehler: Während das lecker riechende Brot, in Alufolie verpackt, auskühlt, begeben wir uns auf einen “Sundowner”. Unsere Abwesenheit wird sogleich von einer Krähe schamlos ausgenutzt und der Vogel schafft es mit seiner Geschicklichkeit, das Brot auszupacken. Damit war es um das frische, knusprige Brot bereits geschehen; Hauptsache der Krähe geht es gut.
Central Kalahari - Sunday Pan
Einige Impressionen von der Sunday bzw. Leopard Pan und Deception Valley - siehe unsere Bildergallerie. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wissen, ist die Tatsache, dass wir in der Sunday Pan in 7 Jahren eine Autopanne haben werden.
Touristen im Deception Valley
Als wir durch das Deception Valley fuhren, kam uns gerade ein Fahrzeug voller “Rookies” entgegen. Sie hielten uns an und fragten verzweifelt (natürlich ohne überhaupt zu grüssen): “Wo sind die Löwen?? Wir wollen Löwen sehen!!” - Sie bekamen von uns selbstverständlich eine kompetente Antwort: “Naja, das ist einfach, fahrt einfach 8km weiter nördlich und ihr werdet sie in ca. 300m Entfernung von der Piste im Gebüsch erkennen.”
Wir fragen uns noch heute, ob sie immer noch suchen oder ob ihnen der Treibstoff zuerst ausgegangen ist. Vielleicht müsste man einfach nur die Augen offen halten und die Dinge auch sehen wollen. Wünschenswert wäre es auch, dass sich solche Leute wenigstens an die Parkregeln halten, die es u.a. verbieten während der Fahrt auf dem Fahrzeugdach zu sitzen.

















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